Dein Tank hat ein Leck - warum du nach jedem Konflikt erschöpfter wirst
Am Ende des letzten Schuljahres, ziemlich genau vor zwei Jahren war ich so was von am Ende.
Einfach leer und schlapp. Gereizt bei jedem kleinen Ding. Die Lautstärke meiner Kinder hat mich körperlich getroffen, als wäre jedes Geräusch zu viel. Ich habe aufgehört Kaffee zu trinken und musste wieder damit anfangen, weil es nicht anders ging.
Und dann hat mein Mann mich gefragt: "Wovon bist du denn erschöpft?"
Ich glaube, dieser Satz hat mich mehr getroffen als alles andere in dieser Zeit.
Weil er zeigt, was viele nicht sehen, was vielleicht sogar du selbst manchmal nicht siehst: wie viel du jeden Tag trägst. Nicht nur die Aufgaben. Sondern das ständige Managen. Das gleichzeitige Denken. Das Geduldig-bleiben-Sollen, während du innerlich schon lange am Limit bist.
Das unsichtbare Mental Load bei Müttern
Die meisten haben mich Konflikte beim Esstisch erschöpft. Ein Kind will das Brot ohne Rand essen. Das andere sagt auf alles pfui. Ich versuche ruhig zu bleiben - weil ich ja emphatisch mit meinen Kindern umgehen will. Und gleichzeitig tickt die Uhr, weil in einer halben Stunde müssen sie los. Dieser Druck, den nur eine Mama kennt, die das tagtäglich erlebt.
Meckermodus = Erschöpfungssignal
Ich habe damals nur noch Probleme gesehen. Überall. Auch dort, wo gar keine waren.
Und dann habe ich etwas verstanden, das mich wirklich erleichtert hat: Wenn wir ständig meckern, wenn alles zu viel ist, wenn wir auf jede Kleinigkeit reagieren, das ist kein Charakterfehler. Das ist ein Körpersignal.
Das gleiche gilt übrigens für unsere Kinder. Wenn sie ständig jammern, wenn nichts passt, wenn alles Drama ist, dann sind sie oft einfach erschöpft. Sie brauchen dann keine Grenze. Sie brauchen Nähe, Erdung, mal nichts tun.
Und wir Mamas? Wir brauchen dasselbe. Nur dass uns das niemand sagt.
Was in deinem Körper wirklich passiert
Hier ist etwas das ich gelernt habe und das mich verblüfft hat, weil es so einfach und gleichzeitig so wenig bekannt ist:
Jeder Konflikt mit deinem Kind kostet deinen Körper etwas.
Nicht nur Nerven. Wirklich körperlich. Dein Nervensystem schaltet in Alarmbereitschaft. Stresshormone werden ausgeschüttet. Deine Verdauung verlangsamt sich, dein Körper kann in diesem Moment nicht gleichzeitig verdauen und überleben. Nährstoffe werden schlechter aufgenommen. Schlackstoffe sammeln sich.
Laut Ayurveda - und das hat mich persönlich sehr berührt - schwächt chronischer Stress das Verdauungsfeuer. Was nicht verarbeitet wird, bleibt als Last im Körper. Als das Gefühl, morgens aufzuwachen und schon müde zu sein.
Kaffee hilft kurzfristig. Aber langfristig macht er dich innerlich unruhig. Und hilft dem Körper nicht aus dem Dauerstress-Modus rauszukommen. So können auch Reserven nicht wieder aufgebaut werden.
Dein Tank hat ein Leck. Und du schöpfst nach, aber das Leck ist noch offen.
Der Kreislauf der dich erschöpft
So sieht er aus, wenn man ihn aufzeichnet:
Jeder Durchgang macht dich ein bisschen leerer.
Was sich bei mir verändert hat
Ich habe angefangen, mich in Konflikten von aussen zu sehen, mich rauszuzoomen. Ich konnte spüren (nicht nur denken, sondern wirklich spüren) wie es mir in diesem Moment geht. Was in meinem Körper passiert.
Und von dort aus konnte ich anfangen zu verstehen, was mein Körper mir sagt. Was ich wirklich brauche. Und was mein Kind in diesem Moment braucht. Und das ist oft gar nicht so anders als das, was ich selbst brauche.
Wenn du erkennst, dass du in diesem Kreislauf feststeckst
Dann ist das der Anfang.
Weil du jetzt siehst was passiert und das ist der erste Schritt um es zu verändern.
Wenn du spürst, dass jetzt dein Moment ist, buch dir ein kostenloses Gespräch. Nur wir zwei und die Frage: Was brauchst du wirklich?